Ki-Aikido Haigerloch e.V.

01.11.09 13:30 Alter: 3 Jahre

Bericht vom Aikido Lehrgang mit Bruno Maule

Von: Eva-Maria Gruner

Vom 18 bis zum 20 September fand in der Witthauhalle Haigerloch zum wiederholten Mal ein Lehrgang für Aikidokas aus der Umgebung statt. Jedoch gab es eine kleine Änderung, denn es war vorgesehen, dass Yoshigasaki – Sensei aus Japan, den Lehrgang leitet. Allerdings war dieser verhindert, weshalb Sensei Bruno Maule (7. Dan) aus Italien kurzfristig für ihn einsprang und die Leitung des Lehrgangs übernahm.

Der Lehrgang bot Aikidokas, von unterschiedlichsten Rängen und Alter, die Möglichkeit sich weiterzubilden, neue Sichtweisen kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen, sowohl mit Deutschen Aikidokas als auch mit Italienischen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Themen Meditation, Angriff, Dehnen und Entspannung. Immer wieder wurde am Ende einer Stunde für kurze Zeit meditiert, da es wichtig für den Geist sei ausgeglichen und stark zu sein. Bruno Maule betonte öfters, dass die Meditation der Spiegel des Geistes sei und sich der Geist während einer Meditation sich selber sehen könne. So wurde am letzten Tag die Meditation noch einmal verstärkt von Lehrern und allen Aikidokas ab dem 1. Dan trainiert, dabei wurden verschiedene Dinge genannt die zu beachten seien, aber auch Tricks die einem helfen sollten zu meditieren, zum Beispiel das Rücken an Rücken sitzen zweier Aikidoka während dem meditieren. Durch den Kontakt zu einer anderen Person sollte die Meditationsfähigkeit verbessert werden. Doch Bruno Maule wies auch darauf hin, dass im Aikido nicht nur ein starker Geist von Nöten sei sondern auch ein starker Körper, denn ein starker Geist sei nicht sehr hilfreich im Aikido, wenn der Körper nicht stark genug ist den Strapazen stand zu halten und einen Gegner umzulenken. Deshalb wurde einige Zeit für die Stärkung des Körpers verwendet, so wurde während diesem Krafttraining Sit-Up’s und andere Übungen gemacht die die Muskeln stärken sollten. Bruno Maule sagte, dass es zwar Gut sei Ki zu trainieren, man aber den Körper nicht vernachlässigen dürfe und, dass die Leiter der verschiedenen Dojos auch etwas mehr Krafttraining einbringen sollten. Einige Dojos haben dies schon seit längerer Zeit in die Tat umgesetzt.

Ein anderes Augenmerkmal lag auf den Angriffen da diese noch sehr schulisch und sehr unreal seien. Laut Sensei Bruno Maule ist der Angriff unglaublich wichtig und kann oftmals ausschlaggebend für das Gelingen oder Fehlschlagen einer Technik sein, denn wenn man, wie so oft, nicht realistisch genug, also nur schlaff und ohne den Hintergedanken des Angriffs angreift, kann der Nage (Verteidiger) die Technik fast nicht ausführen, da es äußerst schwer ist einen Uke (Angreifer) zu bewegen wenn dieser nicht richtig angreift. Außerdem würde jemand der einen wirklich angreift wohl kaum stehen bleiben und warten bis man die Technik gemacht hat. Er würde gnadenlos zuschlagen. Deshalb wurde der richtige und realistische Angriff viel trainiert und die Gedanken die hinter einem Angriff steckten erklärt. Sensei Bruno Maule hielt die verschiedenen Leiter der Dojos dazu an, viel Wert auf einen realistischen Angriff zu legen und diesen auch zu trainieren.

Teilweise wurden am Ende der Stunden Dehnungs- und Entspannungsübungen ausgeführt, welche die Muskeln lockern und den Geist erfrischen sollten. Bruno Maule war es dabei wichtig, dass man die Dehnungsübungen nicht übertrieb, da dies zu Verletzungen führen könne und man damit eher den entgegengesetzten Effekt dieser Übungen herbeigeführt hätte.

Erwähnenswert ist auch, dass wie jedes Jahr darauf geachtet wurde, dass die Partner regelmäßig gewechselt wurden und Deutsche auch mal mit Italienern trainierten. Dies gab jedem die Möglichkeit die anderen und deren Sichtweisen und persönlichen Stils besser kennen zu lernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Der Lehrgang endete erfolgreich und brachte jedem neues Wissen ein und auch ein paar neue Bekanntschaften.


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Last updated:  04.05.2012

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